Heiztechnik und die wichtigsten Begriffe - Unser Heizungslexikon

Untenstehend finden Sie eine Übersicht mit den wichtigsten Begriffen, welche in der Heiztechnik Verwendung finden, inklusive der entsprechenden Erklärungen.

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A

Abgasverlust:
Bei der Verbrennung von Öl oder Gas im Heizkessel kann die eingesetzte Energie nicht ohne Verluste an das Heizsystem abgegeben werden. Die Abgase, die über den Schornstein in die Atmosphäre entweichen, enthalten eine verhältnismässig grosse Wärmemenge, die als Abgasverlust bezeichnet wird.
Abgasüberwachungseinrichtung:
Die Abgasüberwachungseinrichtung schaltet mit Hilfe einer Steuerelektronik bei Abgasrückstau den Brenner nach 2 Minuten ab. Es wird so verhindert, dass der Abgasaustritt nicht bemerkt wird und sich Kohlenmonoxid bilden kann.
Aqua-Comfort-System:
Das Aqua-Comfort-System (ACS) plus hält einen vorgewärmten Warmwasserinhalt im Edelstahl-Plattenwärmetauscher bereit und liefert so schnell warmes Wasser bei konstanter Auslauftemperatur.
Aqua-Kondens-System:
Das Aqua-Kondens-System (AKS) setzt die Brennwertnutzung effektiv auch bei der Warmwasserbereitung ein und arbeitet damit besonders ökologisch und wirtschaftlich.
Aqua-Power-Plus-System:
Das System Aqua-Power-Plus (APP) hebt die Leistung bei der Warmwasserbereitung um 10% gegenüber dem Heizbetrieb an. Das Warmwasser wird somit schneller geladen und steht in kürzerer Zeit zur Verfügung.
Ausdehnungsgefäss:
Das Ausdehnungsgefäss gleicht temperaturbedingte Volumenänderungen des Heizwassers aus. Ohne Ausdehnungsgefäss würde ständig Ausdehnungswasser über das Sicherheitsventil entweichen. Diese Gefässe enthalten eine Membrane, die den Wasser- und Gasraum trennen.

B

Bivalenter Warmwasserspeicher:
Ein bivalenter Warmwasserspeicher ist mit zwei Wärmetauschern ausgestattet. Der untere Wärmetauscher ist mit der Solaranlage verbunden und der obere mit dem konventionellen Heizsystem. Falls die Sonnenenergie nicht ausreicht, um das Wasser im Warmwasserspeicher entsprechend zu temperieren, wird die Trinkwassererwärmung über den Heizkessel sichergestellt.
Brennstoffzelle:
Die Brennstoffzelle nutzt die Energie, die frei wird, wenn sich Wasserstoffionen mit Sauerstoffionen zu Wassermolekülen verbinden. Die Nutzungsenergie wird in Wärme und Strom umgewandelt. Die gewonnene Wärme kann z. B. für eine Heizungsanlage genutzt werden. Zur Zeit ist die Brennstoffzelle noch ein Forschungsprojekt bei Vaillant.
Brennwert:
Der Brennwert ist die auf die Brennstoffmenge bezogene Energie, die bei vollständiger Verbrennung eines Stoffes frei wird, wenn sich der bei der Verbrennung entstandene Wasserdampf verflüssigt und seine Verdampfungswärme abgibt.

Die Brennwerttechnik nutzt nicht nur die Wärme, die als messbare Temperatur der Heizgase bei der Verbrennung entsteht (Heizwert), sondern auch zusätzlich deren Wasserdampfgehalt (Brennwert). Das heisst: Sie nutzt Energie, die sonst (als Abgasverlust) im wahrsten Sinne des Wortes durch den Schornstein geht.
Brennwerttechnik:
Vaillant Brennwert-Technologie verbraucht weniger Energie als die herkömmliche Wärmeerzeugung. Mit einem grossflächigen Edelstahl-Glattrohr-Wärmetauscher verwertet sie auch die im Wasserdampf enthaltene Wärme, die bei konventionellen Verfahren mit den Abgasen verloren geht. Der Einsatz dieser zukunftsweisenden Technologie spart gegenüber herkömmlichen Heizgeräten über 15% Heizkosten ein und entlastet im gleichen Masse die Umwelt.

Mit der Brennwert-Technologie stellt Vaillant ein umfassendes Sortiment für alle Anwendungsfälle zur Verfügung. Ob Gas-Wand- oder Gas-Standsystem, die neue Brennwert-Generation von Vaillant bietet höchste Normnutzungsgrade - und das auch bei der Warmwasserbereitung.

D

DIA-System plus:
Durch das Digitale Informations- und Analyse-System DIA plus sind die Vaillant Wärmeerzeuger besonders servicefreundlich. Das leicht ablesbare, beleuchtete Klartext-Display zeigt permanent den Gerätestatus an. Ausserdem liefert das DIA-System plus eine schnelle Fehlerdiagnose und verkürzt damit die Reparaturzeit. Regelmässige Gerätewartungen werden durch die programmierbare Wartungsanzeige selbstverständlich. Das Gerät meldet im Klartext "Wartung" und Ihre - bei der Inbetriebnahme eingegebene - Service-Telefonnummer.
Durchlauferhitzer:
Bei einem Durchlauferhitzer (Durchflusswassererwärmer) wird das Trinkwasser während der Entnahme beim Durchfliessen durch den Heizkörper erwärmt, wobei die notwendige Wärmemenge während der Zeit der Warmwasserentnahme geliefert werden muss. Die Geräteleistung und die eingestellte Wassertemperatur begrenzen die zapfbare Warmwassermenge pro Minute. Durchlauferhitzer werden für die Energieart Gas angeboten.

E

eBUS:
Das Kommunikationsprotokoll eBUS vereinfacht die regelungstechnische Verknüpfung von verschiedenen Anlagenbestandteilen eines Heizsystems. Eine besondere Flexibilität wird damit bei der Nachrüstung und bei Anlagenerweiterungen erreicht. So wird die Installation von Heizgeräte-Kaskaden oder die nachträgliche Einbindung von Komponenten wie der solaren Warmwasserbereitung oder einem zusätzlichen Biomasse-Wärmeerzeuger vereinfacht. Die eBUS-Systemschnittstelle in Vaillant Produkten bietet erweiterte Möglichkeiten zum Anschluss externer Regler, zur Einbindung in ein Gebäudeleittechnik-System sowie zur Anbindung an das Internet-Kommunikationssystem vrnetDIALOG für Fernwartung und Ferndiagnose.
Emissionen:
Bei der Verbrennung fossiler Energieträger, vor allem Kohle, Öl und Gas, werden Schadstoffe an die Umgebung abgegeben. Dieser Ausstoss von Luftschadstoffen wird im Zusammenhang mit Umwelt- und Klimaschutz als Emission bezeichnet. Die Hauptverursacher von Emissionen sind Kraftwerke mit Energieerzeugung durch fossile Energieträger sowie Industrie, Haushalte und Verkehr. Die in Bezug auf die Menge bedeutendsten energiebedingten Emissionen sind Kohlendioxid (CO2), Schwefeldioxid (SO2), Stickstoffoxide (NOx) sowie Kohlenmonoxid (CO). Kohlendioxid (CO2) zählt ebenso wie Methan (CH4) und anderen Emissionen zu den Hauptverursachern des Treibhauseffekts. Schwefeldioxid (SO2) und Stickstoffoxiden (NOx) wird Versauerungspotenzial zugeschrieben; Kohlenmonoxid (CO) schädigt die Ozonschicht.

Im Bereich der Wärmeversorgung von Gebäuden können energiebedingte Emissionen durch die Nutzung erneuerbarer Energien wie Solarthermie und Biomasse sowie durch den Einsatz energieeffizienter Heiztechnik vermindert werden. Eine weitere Möglichkeit zur Reduzierung von Schadstoffemissionen ist bei Gas-Heizgeräten die Optimierung der Verbrennungsqualität durch die Überwachung des CO-Gehalts im Abgas.

Quellen: BMU-Broschüre Umweltpolitik; thema-energie.de.
Energiebilanzregelung:
Die automatische Regelung der Funktionen einer Wärmepumpe übernimmt die Energiebilanzregelung. Ähnlich der Heizungsregelung beim Heizkessel schaltet der Energiebilanzregler die Wärmepumpe an oder aus und bestimmt, ob Heizung oder Warmwasserbereitung aktiv sind und ob gegebenenfalls die Elektro-Zusatzheizung benötigt wird.

Die Vaillant Wärmepumpen geoTHERM verfügen über eine witterungsgeführte Energiebilanzregelung. Der Energiebilanzregler zeigt die Betriebszustände mit einem übersichtlichen Display an. An diesem Display werden über Bedientasten die Einstellungen der Wärmepumpe vorgenommen (Wahl der Betriebsart, Einstellung von Heizkurve, gewünschten Temperaturen und Betriebszeiten).
Energieeffizienz:
Der Begriff Energieeffizienz beschreibt einen Zustand, bei dem unter gleichen Rahmenbedingungen mit geringerem Energieeinsatz eine gleichwertige oder höhere Leistung erzielt werden kann. Insbesondere in der Gebäudetechnik wird der Begriff häufig verwendet. Verwendung findet der Begriff beispielsweise, um die Vorzüge einer Gebäudesanierung oder der Modernisierung einer Heizungsanlage zu beschreiben. Besonders energieeffizient sind Konzepte zur Wärme- und Wasserversorgung, die auch die Nutzung erneuerbarer Energien in die Gebäudetechnik mit einbeziehen.
Entlüfter:
In Heizwasser- und Solarkreisläufen kann sich an den höchst gelegenen Stellen des Leitungssystems Luft ansammeln, die den Flüssigkeitsumlauf behindert oder ganz unterbricht. Um die Luft aus dem geschlossenen Leitungssystem abzuführen, werden Entlüfter installiert. Diese sind bei Heizungsanlagen im Bereich des Wärmeerzeugers, bei Solaranlagen am höchsten Punkt angeordnet. Bei Heizungsanlagen macht sich Luft durch gluckernde Geräusche bemerkbar; Abhilfe schafft das Entlüften des höchst gelegenen Heizkörpers. Für Solaranlagen werden immer häufiger automatische Entlüfter im Bereich der Kellerinstallation eingesetzt.
Erdgas:
Erdgas besteht vorwiegend aus Methan (CH4) und Stickstoff (N2). Von allen fossilen Energieträgern ist Erdgas der schadstoffärmste; bei der Verbrennung verbleiben Wasserdampf und Kohlendioxid (CO2). In Deutschland deckt Erdgas über 20 % des gesamten Primärenergiebedarfs ab. Bei der Gebäudeheizung hat Erdgas einen Marktanteil von über 50 %. Die Gaswirtschaft beliefert die Erdgaskunden je nach Verfügbarkeit mit Erdgas der Gruppen H oder L (High bzw. Low), der Brennwert beträgt je nach Gruppe zwischen 8,4 und 13,1 kWh/m³.

Quellen: IEU, ASUE
Erdwärme:
Die geothermische Energie (Erdwärme) der oberen Bodenschichten bis etwa 100 m Tiefe ist in Oberflächennähe gespeicherte Sonnenenergie, in tieferen Schichten Wärmeenergie aus dem Erdinneren. Bis zu einer Tiefe von etwa 10 m unter Geländeoberkante ist die herrschende Temperatur vom Verlauf der Jahreszeiten geprägt. Ab ca. 15 m ist die Erdtemperatur über das Jahr hinweg nahezu konstant. Zur Energiegewinnung für Heizung und Warmwasserbereitung wird die Geothermie für den Betrieb der erdgekoppelten Wärmepumpe geoTHERM genutzt. Diese umweltschonende Heiztechnik ist auch im Einfamilienhaus einsetzbar.

Literatur: „Oberflächennahe Geothermie“, Hrsg. Bayer. Staatsministerien für Landesentwicklung u. Umweltfragen bzw. für Wirtschaft, Verkehr u. Technologie
Erdwärmesonde:
Zur Gewinnung kostenloser Umweltwärme aus der Tiefe des Erdreichs werden Erdwärmesonden in senkrechte Erdbohrungen gesetzt. Dazu wird eine ca. 30 bis 100 m tiefe säulenförmige Bohrung auf dem Grundstück hergestellt, in die ein Doppel U-Rohr-Kollektor eingelassen wird. Mit der gewonnenen Wärme wird eine erdgekoppelte Wärmepumpe versorgt, welche die aus dem Erdsondenkreislauf vorgewärmte Sole (Wasser-Frostschutz-Gemisch) auf das benötigte Temperaturniveau für Heizung und Warmwasserbereitung hebt.
Erneuerbare Energie:
Als Erneuerbare Energien werden Wärme oder elektrischer Strom bezeichnet, die aus Sonnenlicht, nachwachsenden Rohstoffen oder anderen natürlichen Ressourcen gewonnen werden. Charakteristisch für diese Energien ist ihre unbegrenzte Reproduzierbarkeit. Das führt dazu, dass erneuerbare Energien zur Beheizung oder Warmwasserversorgung von Gebäuden eine besonders wirtschaftliche Variante darstellen. Gleichzeitig schonen erneuerbare Energien die endlichen Ressourcen und erhöhen die Autonomie bei der Energieversorgung.

Zwar ist die Anlagentechnik zur Nutzung erneuerbarer Energie in der Anschaffung (noch) etwas teurer als konventionelle Heiztechnik, doch fördert die Bundesregierung ihren Einsatz durch das Marktanreizprogramm mit Zuschüssen und günstigen Darlehen. Ausserdem ist der anteilige Einsatz erneuerbarer Energien zur Wärme- oder Stromerzeugung bei Neubauten seit dem 1. Januar 2009 gesetzlich vorgeschrieben. Zukünftig werden also in Neubauten Anlagenteile zur Nutzung erneuerbarer Energien die Regel sein.

F

Fussbodenheizung:
Die Rohrschlangen der Fussbodenheizung werden im Unterbelagsboden verlegt. Die Aufheizung erfolgt mit einer niedrigen Vorlauftemperatur bis maximal 35 °C. Über den erwärmten Boden wird der Raum aufgeheizt. Die Aufheizzeit des Raumes dauert mit dem Betrieb einer Fussbodenheizung länger als mit konventionellen Heizkörpern. Das Rohrsystem der Fussbodenheizung kann in Kunststoff oder Metall ausgeführt werden.

G

Geschlossene Wassererwärmer:
Geschlossene Wassererwärmer stehen unter Druck der Kaltwasserleitung, zudem erhöht sich der Druck durch die Wasserausdehnung beim Aufheizen. Deshalb ist eine Sicherheitsgruppe in die Kaltwasserleitung einzubauen. Geschlossene Wassererwärmer können mehrere Entnahmestellen versorgen.

H

Heizwert:
Der Heizwert ist die auf die Brennstoffmenge bezogene Energie, die bei der vollständigen Verbrennung eines Stoffes frei wird, wenn der bei der Verbrennung entstandene Wasserdampf dampfförmig bleibt. Die Abgaswärme wird nicht genutzt.

I

if Design Award:
Der iF product design award ist einer der renomiertesten Designpreise weltweit. Er wird in Hannover und Shanghai (iF China) ausgelobt. Eine international besetzte Jury aus Experten gibt eine professionelle Einschätzung zur Designqualität von Produkten. Mit dem iF product design award werden jährlich Produkte ausgezeichnet, die Funktionalität, Komfort und Ästhetik in besonderer Weise in sich vereinen und den Anforderungen an Innovation gerecht werden.
Internet-Kommunikationssystem:
Mit der Serviceverbindung über vrnetDIALOG geht die Heizung online: Über das von Vaillant entwickelte Internet-Kommunikationssystem für Ferneinstellung und -überwachung hat der zuständige Heizungsfachmann die Möglichkeit, das Heizprogramm im Haus des Kunden von seinem PC aus einzustellen. Für Einstellungsarbeiten an Regelung oder Heizgerät ist damit keine Anfahrt des Heizungskundendienstes mehr nötig. Die Diagnose erledigt das Heizgerät über das integrierte DIA-System. vrnetDIALOG unterstützt bei der Diagnose und leitet die Störungsmeldung per Fax, E-Mail oder SMS an den Heizungsfachbetrieb weiter. Der Kundendienst kann so bei Bedarf seinen Einsatz optimal vorbereiten und ggf. bereits mit den richtigen Ersatzteilen zum Wartungstermin erscheinen.

J

Jahresarbeitszahl (JAZ):
Mit der Jahresarbeitszahl (JAZ) wird das Leistungsverhältnis von Wärmepumpen bei verschiedenen Betriebszuständen während eines Jahres bestimmt. Die Jahresarbeitszahl wird mit einem Berechnungsprogramm auf Basis der gemessenen COP-Werte einer Wärmepumpe und unter Berücksichtigung der anlagentechnischen Anwendungsplanung der Wärmepumpen-Anlage ermittelt. Die Höhe der JAZ ist auch Grundlage für entsprechende Fördermittel.

K

Kombispeicher:
Kombispeicher bestehen aus zwei Speichern, einem Pufferspeicher und einem - im oberen Bereich des Puffer-Speichers integrierten - Warmwasser-Speicher. Anstelle des Warmwasser-Speichers kann auch eine Heizspirale integriert sein, die das Wasser im Durchfluss erwärmt. Einsatzgebiet von Kombispeichern ist z. B. die kombinierte solare Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung.

L

Lambdasonde:
Eine Lambdasonde ist ein Fühler (Sensor), der den Sauerstoffgehalt im Brennraum eines Heizgerätes oder in dessen Abgaskanal misst. Beim Einsatz in der Brennwerttechnologie dient die Lambdasonde neben anderen Sensoren dazu, die Drehzahl des Gebläses für die Verbrennungsluftzufuhr zu regeln. Dies verhindert einen Überschuss an Zuluft und stellt so eine energieeffiziente und saubere Verbrennung sicher.
Luft- / Abgasführung:
Vaillant Geräte für raumluftunabhängige Betriebsweise (z. B. Gas- und Öl-Brennwertgeräte) werden mit systemzertifizierten Luft-/Abgasführungen installiert. Die flexiblen Anwendungsmöglichkeiten dieser Systeme ermöglichen verschiedene Installationen an vorhandenen Schornsteinzügen, aber auch Lösungen ohne einen Schornstein.
Luft-Wasser-Wärmepumpe:
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzt als Wärmequelle die Aussenluft. Die Vaillant Luft-Wasserwärmepumpe geoTHERM arbeitet mit einer innovativen Ausseneinheit, die als Wärmeträgermedium Sole/Wasser verwendet und damit Effizienz, Komfort mit hoher Betriebssicherheit auch bei extremer Kälte, verbindet.

M

Modulation:
Moderne Wärmeerzeuger arbeiten modulierend. Dies bedeutet, dass während des Betriebs die Brennerleistung stufenlos an die tatsächlich benötigte Wärmeleistung angepasst wird. Die eingesetzte Energie wird damit sparsamer genutzt.
Modulationsbereich:
Gas-Brennwertgeräte ecoTEC und auroCOMPACT arbeiten über einen Modulationsbereich von 30 bis 100 % (ecoTEC exclusiv sogar von 17 bis 100%) der Nennwärmeleistung. Durch die Leistungsmodulation werden längere Gerätelaufzeiten erreicht, was die Energieeffizienz erhöht. Damit wird auch das Takten des Wärmeerzeugers reduziert, wodurch die Belastung der Bauteile verringert und somit auch eine höhere Betriebssicherheit erreicht wird.
Monovalent:
Zur Wärmeerzeugung wird bei monovalenter Betriebsweise nur ein Heizsystem bzw. ein Energieträger eingesetzt. Dies ist der Fall, wenn ein Wärmeerzeuger den gesamten Wärmebedarf allein decken kann und wenn keine weitere Energieart (z. B. Solar) zusätzlich eingesetzt wird. Bestimmte Heizsysteme benötigen die Unterstützung durch einen zweiten Wärmeerzeuger, um so als bivalentes System auch bei sehr kalten Aussentemperaturen noch für behagliche Raumtemperaturen sorgen zu können.
Multi-Funktionsspeicher:
Nutzt die Wärmeenergie von Gas-, Öl- und Pellet-Heizkesseln, Solarthermieanlagen, Wärmepumpen, Blockheizkraftwerken und Kaminen zur Heizungsunterstützung, in Verbindung mit einer Trinkwasserstation auch für die Warmwasserbereitung.
Multi-Sensorik-System:
Mit dem Vaillant Multi-Sensorik-System überwachen die Gas-Wandheizgeräte mit Brennwertnutzung wie ecoTEC exclusiv laufend die Verbrennungsqualität und ihre Funktion selbst. Für einen energieeffizienten Betrieb ist das richtige Mischungsverhältnis von Brennstoff und Luft von entscheidender Bedeutung. Die elektronische Verbrennungsregelung passt deshalb den Betrieb automatisch an schwankende Gasqualitäten an. Damit werden höchste Nutzungsgrade erzielt. Das Gerät überwacht sich zudem durch das Zusammenspiel von CO-Sensor und Wasserdrucksensor automatisch selbst. Ein nicht optimaler Betriebszustand wird sofort registriert und gemeldet. Mithilfe des Internet-Kommunikationssystems vrnetDIALOG kann automatisch eine Servicemeldung an den Heizungsfachmann gesendet werden.

N

Normnutzungsgrad:
Um verschiedene Wärmeerzeuger, z. B. Heizungsanlagen, hinsichtlich ihrer Energieeffizienz vergleichen zu können, hat man den Normnutzungsgrad eingeführt. Der Normnutzungsgrad als Mass für die Wirtschaftlichkeit eines Wärmeerzeugers gibt an, bis zu welchem Prozentsatz die eingesetzte Energie über das gesamte Jahr in nutzbare Heizwärme umgesetzt wird. Die Höhe des Normnutzungsgrades wird massgeblich beeinflusst durch die Höhe der im Betrieb entstehenden Abgasverluste sowie der Oberflächenverluste.

O

Oberflächenverluste:
So werden die Verluste der Feuerungsleistung bezeichnet, die über die Oberfläche des Wärmeerzeugers (Heizgerät) an die umgebende Luft abgegeben werden und somit nicht als nutzbare Heizwärme zur Verfügung stehen (z. B. bei Heizgeräten, die im Keller installiert sind).
Offene Wassererwärmer:
Offene Wassererwärmer stehen ständig mit der Atmosphäre in Verbindung und sind drucklos. Sie arbeiten nach dem Überlaufprinzip. Strömt kaltes Trinkwasser in den Wassererwärmer, kann erwärmtes Trinkwasser aus der Niederdruckarmatur entnommen werden.

P

Plattenwärmetauscher:
Um Trinkwasser einerseits schnell und gleichzeitig während des Durchfliessens zu erwärmen, werden Plattenwärmetauscher eingesetzt. Dies sind aus Edelstahlplatten gefertigte Blocks, durch die das zu erwärmende Wasser und das Heizwasser in getrennten Kammern fliessen und so eine Wärmeübertragung stattfindet. Ein Anwendungsbeispiel sind Schichtladespeicher, die das Trinkwasser über einen externen Plattenwärmetauscher erwärmen und in den oberen Speicherbereich laden.
Primärenergie:
Primärenergie ist diejenige Energie, die durch die direkte Verwertung vorhandener Rohstoffe oder natürlicher Energiequellen nutzbar gemacht werden kann. Um aus Primärenergie nutzbare Endenergie zu erhalten, müssen die Rohstoffe durch verschiedene Verfahren erzeugt, umgewandelt oder verteilt werden. Durch diese Prozesse verringert sich die nutzbare Energie des Rohstoffes. Verwendet wird der Begriff unter anderem zum Beispiel im Bauwesen. Dabei ist der Primärenergiebedarf eine wichtige Bezuggrösse zur Beurteilung der energetischen Qualität von Gebäuden.
Pufferspeicher:
Das kostenlose Energieangebot der Sonne fällt zeitlich nicht immer mit dem Wärmebedarf für Heizung und Warmwasser zusammen. Um die vom Kollektor gelieferte Solarwärme effizient nutzen zu können, benötigen Solarwärmeanlagen einen Pufferspeicher. Das solar erwärmte Heizungswasser wird darin zwischengespeichert und für die Entnahme bevorratet. Pufferspeicher sind häufig als Kombispeicher ausgeführt, die im oberen Bereich nach dem Zwei-Tank-Prinzip einen zusätzlichen Behälter für die Warmwasserversorgung enthalten.

R

Raumheizkörper:
Zu den Raumheizkörpern zählen die verschiedenen Arten der Guss- und Stahlradiatoren, Plattenheizkörper, Konvektoren sowie Sonderbauformen, wie z. B. Badheizkörper in Form von Handtuchtrocknern. Der Raumheizkörper gibt die Wärme durch Konvektion und Wärmestrahlung ab.
Raumluftabhängige Betriebsweise:
Bei der raumluftabhängigen Betriebsweise entnimmt der Wärmeerzeuger die Verbrennungsluft aus dem Aufstellraum. Dafür muss der Raum über ausreichende Zuluftmöglichkeiten verfügen. Hier sind mehrere Möglichkeiten denkbar. Häufig wird die Verbrennungsluftversorgung über Öffnungen in der Aussenwand sichergestellt.

S

Sicherheitsgruppe:
Eine Sicherheitsgruppe schützt den Warmwasserspeicher vor zu hohem Druck und besteht aus folgenden Bauteilen: Sicherheitsventil, dass den Trinkwassererwärmer vor zu hohem Druck schützt, Prüfstutzen, Absperrventil, Druckminderer - regelt den Druck im Trinkwassersystem - , Rückflussverhinderer (verhindert, dass erwärmtes Trinkwasser in das Trinkwassernetz kalt zurückströmt), Manometeranschluss und Ablauftrichter.
Sicherheitsventil:
Sicherheitsventile schützen den Wärmeerzeuger, z. B. ein Heizgerät, gegen das Überschreiten des zulässigen Betriebsdruckes. Überschreitet der Druck in der Anlage den Einstellwert, hebt das Wasser den Ventilteller gegen die Federkraft vom Ventilsitz an und kann über die Ausblaseleitung abfliessen.
Solar / Solarthermie:
Solaranlagen nutzen die Strahlungswärme der Sonne, um Wasser zu erwärmen. Die Solarwärme wird über einen Solarkreislauf vom Kollektor zum Wärmespeicher transportiert. Ein Heizgerät sorgt für die Nacherwärmung des Wassers, falls nicht genügend Sonnenenergie zur Verfügung steht. Da die Strahlungswärme unmittelbar aufgenommen wird, bezeichnet man diese Systeme als thermische Solaranlage.
Solarspeicher:
Je nach Nutzung der gewonnenen Wärme werden Warmwasser-, Kombi- oder Pufferspeicher eingesetzt. Bivalente Warmwasserspeicher werden in der Regel bei solarer Trinkwassererwärmung und Pufferspeicher bei Heizungsunterstützung verwendet. Für die kombinierte Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung sind Kombispeicher geeignet.
Strömungssicherung:
Strömungssicherungen sind für raumluftabhängige Gasfeuerstätten mit Gasbrennern ohne Gebläse vorgeschrieben und sind fester Bestandteil des Heizgerätes. Die Strömungssicherung (auch Zugunterbrecher genannt) stellt eine Verbindung zwischen Abgas und Raumluft her. Hierdurch wird eine einwandfreie Verbrennung unabhängig von Zug, Stau oder Rückstrom im Kamin gewährleistet.

T

Taupunkt:
Der Taupunkt ist der Temperaturpunkt, an dem sich Wasserdampf verflüssigt (Kondensation). Der Wasserdampf im Abgas von Heizgeräten enthält Wärmeenergie, die durch Kondensation freigesetzt werden kann. In Gas- und Öl-Heizgeräten mit Brennwertnutzung werden die Abgase so weit abgekühlt, dass der Wasserdampf kondensiert und die darin enthaltene Wärme an das Heizsystem abgegeben werden kann.
Thermostat:
Thermostate werden für die individuelle Raumtemperaturregelung an Heizkörpern eingesetzt. Um die Raumtemperatur konstant zu halten, regulieren sie den Durchfluss von Radiatoren und Konvektoren mithilfe eines dehnbaren Thermofühlelementes und eines Ventils. Die Beheizung mit Thermostaten ist sehr bequem, da sie das einmal eingestellte Temperaturniveau selbsttätig halten. Solange die gewünschte Raumtemperatur vorherrscht, bleibt das Ventil geschlossen. Das spart eine Menge Wärmeenergie und somit Heizkosten. Zudem brauchen Thermostate keinen Strom. Noch sparsamer und komfortabler sind programmierbare Thermostate. Mit ihnen lassen sich noch einmal weitere 10 % Heizenergie einsparen, da sie exakt auf den tatsächlich benötigten Tagestemperaturbedarf programmiert werden können.
Thermostatisches Mischventil:
In einem Solarspeicher können je nach Sonneneinstrahlung und momentanem Verbrauch höhere Warmwassertemperaturen entstehen. Zum Schutz gegen Verbrühung wird am Warmwasseraustritt des Speichers ein thermostatisches Mischventil installiert. Durch Zumischung von Kaltwasser wird die maximale Warmwassertemperatur auf einen eingestellten Wert begrenzt.
Tiefbohrung (Geothermie):
Die Gewinnung von Erdwärme aus der Tiefe für den Betrieb von erdgekoppelten Wärmepumpen erfolgt über Erdwärmesonden oder Erdwärmekollektoren. Für den Einbau einer Erdwärmesonde wird eine säulenförmige, senkrechte Tiefbohrung hergestellt. Hierfür werden spezielle Bohrgeräte benötigt. Diese Arbeiten werden von speziell ausgerüsteten Tiefbohrunternehmen ausgeführt.

Für erdgekoppelte Wärmepumpenanlagen werden Erdwärmesonden dann eingesetzt, wenn die Grundstücksfläche für den Bau eines Erdwärmekollektors in der Grösse nicht ausreicht oder baurechtliche Gründe gegen die Ausführung sprechen.

W

Warmwasser-Vorrangschaltung:
Die Warmwasser-Vorrangschaltung unterbricht während der Trinkwassererwärmung, d. h. während der Aufheizung des Warmwasserspeichers, die Raumbeheizung. Dies geschieht, indem die Heizkreis-Umwälzpumpe ausschaltet, die Speicherladepumpe einschaltet und das Heizwasser auf die erforderliche Temperatur, z. B. 75 °C, gebracht wird.
Warmwasserspeicher:
Bei autarker (vom Heizsystem unabhängiger) Warmwasserversorgung kommen elektrisch beheizte Kleinspeicher für Waschbecken oder auch grössere - mit Strom oder Gas beheizte - Speicher zum Einsatz. Ist die zentrale Warmwasserversorgung an den Heiz-Wärmeerzeuger gekoppelt, nebenstehende Speicher zur Verfügung.
Wassermangelsicherung:
Die Wassermangelsicherung verhindert ein Überhitzen des Heizkessels durch Wassermangel, indem sie die Feuerung bei Wassermangel abschaltet und gegen selbsttätiges Wiedereinschalten verriegelt.
Wärmepumpe:
Die Sonne erwärmt die Luft, das Wasser und das Erdreich. Die darin gespeicherte Wärme wird mit einer Wärmepumpe nutzbar gemacht. Dies geschieht, indem einer Wärmequelle, z. B. der Umgebungsluft, Wärme entzogen wird. Die Wärme wird von einem Arbeitsmittel aufgenommen und an das zu erwärmende Medium abgegeben. Die Wirkungsweise einer Wärmepumpe ist wie die eines Kühlschranks, nur umgekehrt. Dies ist möglich, weil das Arbeitsmittel bei Druck- und Temperaturunterschieden seine Zustandsform ändert.
Wärmetauscher:
Ein Wärmetauscher nimmt von einem Medium (z. B. von erwärmten Wasser) die erzeugte Energie auf und gibt diese an ein anderes Medium ab.

Z

Zeolith-Gas-Heizgerät:
Diese Innovation in der Heiztechnik nutzt die physikalischen Eigenschaften sogenannter Zeolithe und arbeitet auf der Basis von Gas-Brennwerttechnik in Verbindung mit Solarkollektoren. Die Wirkungsweise von Zeolith-Kristallen wurde im 18. Jahrhundert durch einen schwedischen Mineralogen entdeckt. Dieser hatte in Versuchen beobachtet, dass bestimmte Minerale bei starker Erhitzung Dampf bilden. In der Zeolith-Gas-Wärmepumpe sind diese Kristalle aus Aluminium- und Siliziumoxid zusammengesetzt und arbeiten innerhalb des Heizgerätes in Form kleiner Kristallkugeln. Dabei wird deren physikalische Eigenschaft genutzt, um durch einen ständigen Prozess von Dampfbildung und Kondensation zusätzliche Energie zu gewinnen.

Die von Vaillant entwickelte Innovation vereint unterschiedliche Heiztechniken zu einem völlig neuartigen System und ermöglicht es, den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoss im Vergleich zu einem Gas-Brennwertsystem mit solarer Warmwasserbeitung um bis zu 33% zu reduzieren.
Zirkulationsleitung:
Bei grösserer Entfernung zwischen Warmwasserspeicher und Entnahmestelle (z. B. Waschbecken, Dusche, Küchenspüle) läuft zunächst abgekühltes Warmwasser aus der entsprechend langen Rohrleitung aus, bis wieder warmes Wasser ansteht. Deshalb wird in Installationen mit längeren Leitungsstrecken parallel zur Warmwasserleitung eine Zirkulationsleitung verlegt. Eine Pumpe hält die Warmwasser-Zirkulation im ständigen Umlauf. Damit steht auch an entlegenen Zapfstellen sofort warmes Wasser zur Verfügung. Zur Energieeinsparung werden Zeit- oder Impulssteuerungen eingesetzt.