Suchen

So stellen Sie Ihre Heizung optimal ein - energieeffizient und trotzdem behaglich warm!

Eine richtig eingestellte Heizung hat für Sie zwei grosse Vorteile: Zum einen können Sie sicher sein, dass in Ihrem Heim stets eine angenehme Wohlfühltemperatur herrscht; zum anderen arbeitet eine richtig eingestellte Heizung effizienter und Sie können so bei den Heizkosten sehr viel Geld sparen. Unsere kleine Checkliste zeigt Ihnen, worauf Sie beim Einstellen Ihrer Heizung achten müssen.

Check 1: Bedienen Sie die Heizungsthermostate richtig

Vielleicht kennen Sie das auch: Sie kommen in Ihre kalte Wohnung und wollen diese schnellstmöglich aufheizen. Normalerweise erreichen Sie eine angenehme Temperatur, wenn das Thermostat Ihrer Heizung auf 3 steht; aber damit sich die Wohnung schneller aufheizt, stellen Sie die Heizung erstmal auf 5. Wenn auch Sie so vorgehen, dann sind Sie einem weit verbreiteten Irrtum aufgesessen. Denn tatsächlich erreichten Sie Ihre Wohlfühltemperatur dadurch nicht früher. Es wird nur erstmal zu warm, und erst, wenn Sie die Heizung wieder auf die 3 stellen, sinkt die Temperatur wieder auf den gewünschten Wert. Der Nachteil dieses Prozederes: Sie verbrauchen unnötig viel Energie.

Finden Sie heraus, welche Thermostateinstellung für eine angenehme Wohnraumtemperatur sorgt. Das ist nicht ganz so einfach, da Sie auf den Thermostaten in der Regel keine Temperaturangaben, sondern Zahlen zwischen 1 und 5 finden. Als Faustregel gilt: Stufe 3 entspricht ungefähr 20° Celsius. Dieser Wert kann aber variieren und hängt von Faktoren wie Alter des Thermostats oder Standort der Heizung ab. Wenn Sie Ihre ideale Thermostat-Einstellung gefunden haben, dann drehen Sie die Heizung maximal bis zu dieser Einstellung auf. So sparen Sie Energie und bares Geld.

Check 2: Entlüften Sie Ihre Heizung

Es lässt sich nicht vermeiden, dass sich mit der Zeit Luft in den Heizkörpern sammelt. Das sollten Sie aber nicht hinnehmen, denn mehr Luft bedeutet gleichzeitig weniger Wasser in der Heizung. Das hat zur Folge, dass der Heizkörper länger braucht, um warm zu werden oder sogar die gewünschte Temperatur gar nicht erreicht wird – die Heizung wird nur lauwarm oder bleibt im schlimmsten Fall ganz kalt. Dass Sie einen Heizköper entlüften müssen, merken Sie an einem hörbaren Gluckern nach dem Aufdrehen.

Am besten entlüften Sie routinemässig vor dem Beginn der Heizperiode im Spätherbst alle Heizkörper in Ihrer Wohnung. Das Entlüftungsventil finden Sie in der Regel auf der gegenüberliegenden Seite des Thermostats. Bevor Sie beginnen, sollten Sie einen kleinen Eimer oder ein anderes Behältnis unter das Ventil stellen, um das austretende Wasser aufzufangen und halten Sie auch für alle Fälle einen Lappen bereit. Drehen Sie nun das Ventil mit einem Entlüftungsschlüssel vorsichtig auf, so lange, bis Sie einen entweichenden Luftstrom wahrnehmen. Sobald ein gleichmässiger Wasserstrahl austritt, können Sie das Ventil zudrehen – der Heizkörper ist nun entlüftet, er kann mehr Heizwasser aufnehmen und effizienter Ihre Wohnung erwärmen.

Mehr über das Entlüften der Heizung erfahren Sie in unserem Heizungstipp: Heizung entlüften – Warum und wie es geht!

Check 3: Wählen Sie die richtige Vorlauftemperatur

Unter Vorlauftemperatur versteht man die Temperatur, die das Heizungswasser beim Austritt aus dem Kessel hat; analog dazu gibt es auch die Rücklauftemperatur; das ist die Temperatur, die das Heizwasser nach dem Durchfluss durch das Heizungssystem bei der Rückkehr in den Kessel hat. Die Wahl der richtigen Vorlauftemperatur ist von entscheidender Bedeutung. Ist sie zu niedrig, dann wird es im Haus oder in der Wohnung nicht ausreichend warm. Ist sie jedoch zu hoch, verbrauchen Sie unnötig Energie. Die richtige Vorlauftemperatur zu finden ist gar nicht so leicht und hängt zudem von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel:

  • Der Zustand des Gebäudes: Ein altes, unsaniertes Gebäude ist meistens nicht besonders energieeffizient. Das bedeutet: Da hier ein grösserer Teil der Wärme durch Fenster und Wände entweicht, bedarf es einer höheren Vorlauftemperatur.
  • Die Grösse der Heizfläche: Je grossflächiger der Heizköper, desto geringer die Vorlauftemperatur. Eine Fussbodenheizung zum Beispiel benötigt eine sehr viel geringere Vorlauftemperatur, da die wärmeabgebende Fläche sehr viel höher ist als bei einer herkömmlichen Heizung.
  • Die Aussentemperatur: Wenn es draussen kälter ist, dann benötigt man selbstverständlich eine höhere Vorlauftemperatur, um einen Raum zu erwärmen oder es dauert entsprechend länger.

Die optimale Vorlauftemperatur können Sie über die sogenannte Heizkurve einstellen. Hier legen Sie fest, wie hoch die Vorlauftemperatur sein soll und wie sie sich im Verhältnis zur Aussentemperatur verändern soll. Bei der Einstellung der Heizkurve sollten Sie einen Fachmann zu Rate ziehen.

Check 4: Passen Sie die Nachtabsenkung an

Jedes moderne Heizungssystem verfügt über die Funktion der Nachtabsenkung. Am Ende des Tages wird die Temperatur automatisch abgesenkt und am nächsten Morgen wieder auf das alte Niveau hochgefahren. Sie können nicht nur die Uhrzeiten festlegen, an denen die Nachtabsenkung beginnen bzw. enden soll, sondern auch, wie hoch der Temperaturabfall sein soll. In der Regel können Sie das sogar tageweise machen: In der Woche, wenn Sie zum Beispiel um 7 Uhr aufstehen, kann die Nachtabsenkung um 6 Uhr beendet werden, so dass Sie zum Zeitpunkt des Aufstehens eine behagliche Wärme vorfinden. Am Wochenende schlafen Sie dagegen gerne bis 9 Uhr; entsprechend würden Sie das Ende der Nachabsenkung auf 8 Uhr setzen.

Mit einer intelligenten Steuerung der Nachtabsenkung sorgen Sie nicht nur für angenehme Kühle während der Nachtruhe, sondern können auch sehr viel Energie und damit Geld sparen.

Check 5: Prüfen Sie regelmässig den Heizungsdruck

Zu niedriger Heizungsdruck bedeutet zu wenig Wasser in den Heizkörpern, was wiederum dazu führt, dass der Heizkörper nicht richtig warm wird. Schauen Sie daher regelmässig auf die Druckanzeige Ihrer Anlage, das sogenannte Manometer. Der optimale Heizungsdruck liegt bei Einfamilienhäusern bei etwa 1,2 bis 1,5 bar – den idealen Wert für Ihre Anlage kann Ihnen Ihr Installateur sagen. Liegt der Druck darunter, dann sollten Sie Ihn schnellstmöglich auf den Soll-Wert erhöhen, um eine reibungslose Arbeit Ihrer Heizung sicherzustellen. Das können Sie selber machen; achten Sie aber darauf, dass Sie demineralisiertes Wasser verwenden. Alle Fragen z diesem Thema beantwortet gerne Ihr Installateur.

In 5 Schritten zur perfekt laufenden Heizungsanlage

Wenn Sie diese 5 Schritte unserer Checkliste befolgen, dann können Sie sicher sein: Ihre Heizung arbeitet effizient und sparsam, ohne dass Sie dafür auf gemütliche Wärme verzichten müssen. Wenn Sie bei einem der 5 Schritte unsicher sein sollten, dann kontaktieren Sie einfach Ihren Heizungsfachmann, der Sie gerne berät und unterstützt!

Das könnte Sie auch interessieren

Jetzt zu einer klimafreundlichen Wärmepumpe wechseln

Heizungswartung – Warum, wann und wie!

Wie jede Maschine muss auch eine Heizung regelmässig fachmännisch geprüft und gepflegt werden. Erfahren Sie warum, wann und wie eine Heizungswartung gemacht werden muss.