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Mit Brennwerttechnik Gas und Öl effizient nutzen

Brennwerttechnik ist zwar nicht neu, aber dennoch zukunftsweisend. Denn effizienter können Sie fossile Brennstoffe nicht nutzen. Mittels Brennwerttechnik wird bei der Verbrennung von Gas und Öl auch die Energie in den Abgasen mitverwertet. Durch den erhöhten Wirkungsgrad sparen Sie Energie und damit auch Kosten.

Dank der Brennwerttechnik holen Sie mehr Wärme aus Ihrer Heizung raus

Kaum zu glauben, dass der Brennwertkessel erst 1982 vom Richard Vetter erfunden wurde. Denn eigentlich ist die Idee dahinter relativ simpel – aber trotzdem genial. Die damals üblichen Heizkessel erzeugten Wärme einzig und allein dadurch, dass Wasser über die Verbrennung von Öl oder Gas erhitzt wurde und in die Heizungsrohre geleitet wurde. Das tun Brennwertkessel auch – aber sie nutzen noch eine weitere Energiequelle. Denn bei der Verbrennung entstehen Abgase, deren Wärme früher ungenutzt blieb. Dank der Brennwerttechnik ist das heute anders: Die Wärme der Abgase wird abgekühlt und die daraus entstehende Kondensationswärme kann ebenfalls zur Wärmebereitstellung genutzt werden. Heizungsanlagen wurden so deutlich effizienter.

Inhaltsverzeichnis

Brennwert und Heizwert: Was ist der Unterschied?

Funktionsweise einer Brennwertheizung

Welche Arten von Brennwertkesseln gibt es?

Vorteile einer Brennwertheizung

Tipps: Was muss ich bei der Umstellung beachten?

Brennwertkessel kombinieren mit Wärmepumpe

Brennwertkessel kombinieren mit Solarthermie

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Brennwert und Heizwert: Was ist der Unterschied?

Brennwert bezeichnet die gesamte Wärmemenge, die bei der Verbrennung von Brennstoffen wieGas undÖl entsteht – einschliesslich der im Abgas in Form von Wasserdampf enthaltenen Wärme. Brennwerttechnik nutzt diese Wärme. Damit unterscheidet sie sich massgeblich von der herkömmlichen Heizwerttechnik, welche ausschliesslich die Wärme zu verwenden vermag, die direkt bei der Verbrennung der Heizgase entsteht.

Wie funktioniert Brennwerttechnik?

Bei einem Heizgerät wird durch die Verbrennung vonÖl oderGas Heizungswasser erhitzt. Die dabei entstehenden Abgase werden im Falle eines Heizwertgeräts mit einer Temperatur von über 70 °C direkt über das Kamin abgeführt. Die in denAbgasen in Form von Wasserdampf enthaltene Energie ist somit unwiderruflich verloren. Nicht so bei einem Brennwertgerät: Hier gelangen die warmen Abgase zunächst in einen speziellenWärmetauscher, wo die enthaltene Wärme zum Vorheizen des Heizungswassers genutzt wird. Gleichzeitig kühlen sich die Abgase auf unter 56 °C ab und der darin enthaltene Wasserdampf kondensiert. Aufgrund dieses Effekts wird im Zusammenhang von Brennwertgeräten auch oft von sogenannten kondensierenden Geräten gesprochen.

Welche Arten von Brennwertkesseln gibt es?

Brennwertkessel gibt es prinzipiell in zwei verschiedenen Ausführungen: Stehend oder hängend.

Ab einer gewissen benötigten Heizleistung ist ein stehendes Gerät, das mehr Wasser fassen kann, empfehlenswert. Hängenden Brennwertkessel werden zum grössten Teil mit Gas betrieben und haben den Vorteil, dass sie überall platzsparend aufgestellt werden können.

Vorteile einer wandhängenden Gasheizung

  • Bei Geräten ≤ 32 kW sind Wandheizgeräte günstiger
  • Platzsparend und kompakt
  • Effizientere Warmwasserbereitung im Sommer, aufgrund der kleinen Grösse bzw. Masse des Geräts
  • Effiziente Leistungsanpassung an den Wärmebedarf mit hoher Modulation
  • Aqua-Kondens-System: Speicherladeregelung mit Brennwertnutzung

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Vorteile einer stehenden Gasheizung

  • Bei Geräten ≥ 32 kW sind Standkessel günstiger
  • Hohe Langlebigkeit und Robustheit
  • Wartungsfreundlich
  • Grosser Wasserinhalt
  • Geringer Installationsaufwand
  • Einfach Einzubinden in das bestehende Heizsystem
  • Aqua-Kondens-System: Speicherladeregelung mit Brennwertnutzung

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Warum der Umstieg auf eine Heizung mit Brennwertkessel eine gute Idee ist

Wenn Ihre Heizungsanlage schon sehr alt ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass Sie noch ohne Brennwerttechnik heizen. EineModernisierung wäre also ratsam, denn dank der Brennwerttechnik können Sie bis zu 20 % an Energie sparen – ein Umstand, der sich unmittelbar positiv auf Ihren Geldbeutel auswirkt.

Gas-Brennwertkessel sind häufig in der hängenden Variante verfügbar, das bedeutet: Er kann platzsparend in nahezu allen Räumen installiert werden. Sollten Sie von Öl auf Gas wechseln, dann muss natürlich gewährleistet sein, dass Gasleitungen verfügbar sind, an die Ihre Heizung angeschlossen werden kann. Alternativ können Sie auch – zum Beispiel im Garten – einen Gastank aufstellen, der regelmässig befüllt wird.

Für die Abgasableitung müssen Korrosions- und UV-beständige Abgasleitungen benutzt werden. Deshalb sollte man bei der Anschaffung damit rechnen, die Abgasleitung zu erneuern.

Vorteile von Brennwerttechnik - moderne Brennwerttechnik spart Energiekosten und Emissionen

Was bringt Brennwerttechnik? Durch Brennwerttechnik benötigen Sie deutlich weniger Brennstoffe, um die gewünschte Heiztemperatur zu erreichen. Brennwerttechnik spart somit Energiekosten. Gleichzeitig reduzieren Sie dieEmissionen massgeblich. Die Nutzung von Brennwerttechnik bringt somit eine Vielzahl von Vorteilen mit sich:

  • Maximaler Wohn- und Warmwasserkomfort
  • 15 % weniger Energiekosten gegenüber alten Heizgeräten
  • 15 % weniger CO2-Emissionen
  • Hohe Verlässlichkeit und Langlebigkeit
  • Auswahl zwischen Standkesseln und kompakten Wandgeräten
  • Geringe Investitionskosten
  • Möglichkeit zur Kombination/Erweiterung mit erneuerbaren Energien (z.B. mittelsSolarthermie)

Tipps zur Brennwerttechnik mit Öl und Gas

Um die Vorteile der Brennwerttechnik voll und ganz nutzen zu können, sollten Sie im Vorfeld noch zwei Dinge beachten:

  • Gebäudehülle prüfen: Um die durch die Brennwerttechnik gewonnene Energie auch im Haus zu halten, sollte dieses auch gut isoliert sein. Prüfen Sie schon im Vorfeld, ob Sanierungsmassnahmen notwendig sind und lassen Sie sich durch Fachleute beraten.
  • Kombination mit anderen Systemen: Kombinieren Sie Ihre Brennwertkessel mit anderen Systemen wie einer Wärmepumpe, Solarthermie oder Photovoltaik um noch effizienter zu werden.

Kombination des Brennwertkessels

Um Energien noch umweltschonender zu nutzen, können Sie Ihren Brennwertkessel bzw. Ihr System mit verschiedenen anderen Anlagen koppeln.

Kombination mit einer Wärmepumpe

Wärmepumpen nutzen die Wärmeenergie aus der Umwelt, also aus der Luft, Erde oder dem Grundwasser. In Kombination mit einemGas- oder Öl-Brennwertkessel ist somit zu jeder Jahreszeit eine effiziente Beheizung und auch Warmwasserzubereitung möglich. Bei kalten Temperaturen oder hohem Warmwasserbedarf liefert der Kessel schnell Wärme, ansonsten ist die Grundlast durch die Wärmepumpe abgedeckt.

Bei tiefen Aussentemperaturen wird die Luft-Wasser Wärmepumpe ausgeschaltet, dann kommt der Zusatz Öl oder Gas zum Tragen.

Kombination mit Solarthermie

Da dieSolarthermie zum grössten Teil für die Warmwasserbereitung genutzt wird, kümmert sich bei der Kombination dieser Anlage mit einem Brennwertkessel dieser nur um die Beheizung des Hauses und unterstützt nur bei Bedarf die Warmwasserbereitung. Zusätzlich kann ein Speicher herbeigezogen werden um überschüssige Solarenergie zu speichern, welche später an die Heizung abgegeben werden kann.

Auf modernste Brennwerttechnik vertrauen

Mit der Lancierung des ersten eigenen Brennwertgeräts im Jahre 1995 hat Vaillant die Entwicklung der Brennwerttechnologie massgeblich geprägt. Dies ist heute nicht anders. Dank hochwertiger Wärmetauscher aus Edelstahl sowie innovativerMultisensoriksysteme nutzen unsere Gas-Wandgeräte sowie Gas- und Öl-Standkessel den Brennwerteffekt optimal. Und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Laufend entwickeln wir die Technik weiter – insbesondere in Kombination mit erneuerbaren Energien. Somit verbleibt Brennwerttechnik auch weiterhin eine Technologie der Zukunft.

Kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gerne rund um das Thema Brennwerttechnik und helfen Ihnen, ein passendes System zu finden.

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