Grün denken – pragmatisch handeln: Schweiz belegt Mittelfeld in Studie zu grüner Intelligenz

Im Rahmen einer internationalen Studie mit 13'500 Teilnehmern untersuchte Vaillant erstmalig die Auspregung grüner Intelligenz in 13 verschiedenen europäischen Ländern.

Pressemitteilung

  • Erste europäische Studie zu grüner Intelligenz
  • Abweichung von Einstellung und wirklichem Handeln
  • Schweizer Generation ab 45 deutlich sensibler bei Umweltfragen

Zürich, 21. September 2016 – Schweizer bevorzugen Duschen statt Bäder, bemühen sich aber vergleichsweise wenig darum, Wasser zu sparen; Kerosinausstoss wird als schädlich empfunden, eine Steuer auf Emissionen wird aber abgelehnt und auch nicht aufs Fliegen verzichtet. Beim öffentlichen Nahverkehr meint ein grosser Teil, das die Anbindung gut sei, aber dennoch fahren mehr Menschen mit dem Auto als mit dem öffentlichen Verkehr zur Arbeit. So ambivalent ist die Schweiz laut einer kürzlich veröffentlichten internationalen Studie, die erstmals grüne Intelligenz von 13‘500 Personen aus 13 Ländern erfragt hat. Herausgeber der Studie ist der Heiztechnikhersteller Vaillant, der mit dem Marktforschungs-institut TNS Infratest zusammengearbeitet hat. Zur Motivation der Studie bemerkt Dr. Andree Groos, Geschäftsführer Vertrieb, Marketing und Service der Vaillant Group „Als Anbieter von Heizsystemen interessieren uns auch die Umwelteinstellungen und Gewohn-heiten der Menschen. Daher wollten wir wissen, wie grün Menschen in Europa denken, und ob sie auch entsprechend handeln“.

Europäisches Mittelfeld

Mit einem „Green IQ“ von 104 liegt die Schweiz europaweit gut in der Mitte (Platz 6), davor platziert ist Spanien (Platz 5), Deutschland hat den direkten Platz hinter der Schweiz (Platz 7). All drei Länder zeigen ein ähnliches Muster beim Verhältnis von Einstellung und tatsäch-licher Handlungsweise. Das man mehr tun könne und es auch um das Verhalten des Ein-zelnen geht, wird in der Schweiz zwar mit 47 % hoch bewertet, die tatsächliche Hand-lungsweise entspricht aber nicht immer der der Einstellung; man nimmt das Thema ernst, das Alltagsleben bestimmt es aber nicht. Oft überwiegen Aspekte des Komforts dann doch ein grünes Bewusstsein. Ganz vorne in der Gesamtstudie landet übrigens die Türkei gefolgt von Österreich, Schlusslicht im internationalen Vergleich ist Polen.

Generationen zeigen in der Schweiz deutliche Unterschiede

Neben der Kluft zwischen Denken und Handeln ist der Unterschied zwischen den Generati-onen besonders auffallend. Hier hat die Generation der 45 – 65jährigen ein deutlich höhe-res Umweltbewusstsein. Dies zeigt sich in der Ablehnung der Atomkraft und Vermeidung von Marken ohne ethisches, soziales und Umweltbewusstsein. Mögliche Gründe dafür könnten die grossen Umweltdiskussionen der Achtziger und Neunziger sein. Auch der Energieverbrauch von Häusern/Wohnungen spielt in dieser Generation eine grössere Rolle als bei den 25 – 34jährigen, insgesamt hält sich das Interesse an der Frage zum Energie-verbrauch aber in Grenzen und bestätigt damit das Bild der ambivalenten Haltung bei grü-nen Themen. Bei Apps als Steuerungslösung für Heizungen liegt die jüngere Generation allerdings vorne. Als Seltenheit belegt die Schweiz beim Thema intelligente Heizung, die sich dem Nutzerverhalten anpasst, mit 66% Zustimmung europaweit einen vorderen Platz, nämlich Platz 2.

Kaum Unterschiede zwischen den Regionen und Geschlechtern

Innerhalb der Schweiz findet man kaum Unterschiede zwischen der deutschsprachigen Schweiz und der Westschweiz. Auch waren die Unterschiede zwischen den Geschlechtern gering, was international ähnlich ausfiel.

Grüne Intelligenz messen - die Idee hinter der Studie

Nachhaltigkeit ist eines der meistbenutzten Schlagworte unserer Zeit. Ob Bananen, Urlaubsreisen, Jeans oder Autos: Alles soll heute möglichst umweltfreundlich sein. Doch wie denken und handeln Menschen in Ost und West, Nord und Süd wirklich? Wie steht es um ihren Energieverbrauch, ihr Konsumverhalten und ihre Mobilität im Alltag? Auf Basis von über 100 Fragen aus Bereichen wie Mobilität, Einkaufsgewohnheiten sowie Energie- und Heizverhalten wurde für jedes Land ein grüner Intelligenzquotient, der Green iQ, berechnet. Alle Studienergebnisse und einen Test zur Ermittlung des eigenen grünen Intelligenzquotienten finden Sie auf www.mygreenIQ.com.

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