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MuKEn und GEAK - frühzeitige Sanierung könnte sich lohnen

Im Frühjahr 2015 wurden die neuen Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (kurz MuKEn 2014) finalisiert. Die Mustervorschriften widerspiegeln den kleinsten gemeinsamen Nenner der Konferenz der Kantonalen Energiedirektoren. Ziel ist es, gesamtschweizerisch mit einheitlichen Massnahmen den Anforderungen der Energiestrategie des Bundes gerecht zu werden. Einen wesentlichen Teil betrifft dabei die Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudebereich.

Auflagen für den Heizungsersatz

Gerade für Immobilienverwalter und Bauherren haben diese Vorschriften einen bedeutenden direkten Einfluss, da hier festgelegt wird, welche Auflagen bei Neubau, aber auch Sanierungsprojekten künftig zu erfüllen sind. Darunter fallen ganz besonders auch Auflagen zum Heizungsersatz. So kann der Wärmeerzeuger nur noch frei gewählt werden, wenn das Gebäude Minergie-zertifiziert ist oder mittels eines sogenannten Gebäudeausweises der Kantone (GEAK) eine Gesamteffizienz der Klasse D oder höher nachgewiesen werden kann. In allen anderen Fällen ist als Minimalanforderung für den Ersatz einer Gas- oder Öl-Heizung eine der 11 definierten Standardlösungen zu wählen:

  • Standardlösung 1: 1-zu-1-Ersatz + thermische Solaranlage
  • Standardlösung 2: Holzfeuerung
  • Standardlösung 3: Wärmepumpe
  • Standardlösung 4: Gas-Wärmepumpe
  • Standardlösung 5: Fernwärmeanschluss
  • Standardlösung 6: Wärme-Kraft-Kopplung (Blockheizkraftwerk oder Brennstoffzelle)
  • Standardlösung 7: 1-zu-1-Ersatz + Warmwasserwärmepumpe, inkl. Photovoltaik
  • Standardlösung 8: 1-zu-1-Ersatz + Ersatz der Fenster
  • Standardlösung 9: 1-zu-1-Ersatz + Wärmedämmung
  • Standardlösung 10: Hybridsystem (z. B. 1-zu-1-Ersatz für Spitzenlast + Wärmepumpe für Grundlast)
  • Standardlösung 11: 1-zu-1-Ersatz + kontrollierte Wohnraumlüftung

Strengere Auflagen für den Neubau

Noch strenger sind die Auflagen im Neubau. Hier muss künftig ein Energiebedarf von 35 kWh/m² eingehalten werden. Dieser Wert liegt leicht tiefer als der klassische Minergie-Standard von 38 kWh/m².

Frühzeitige Sanierung könnte sich lohnen

In jedem Fall ist es empfehlenswert, bei einer Heizungsanlage, die in den nächsten Jahren ersetzt werden muss, eine frühzeitige Sanierung zu prüfen. So profitieren Sie unter Umständen davon, dass die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen noch eine kostengünstige Sanierung erlauben.

Gerne beraten wir Sie im Hinblick auf die an Ihrem Wohnort aktuellen und künftigen Richtlinien und erstellen Ihnen gegebenenfalls eine passende Offerte. Bitte melden Sie sich dazu ganz einfach über unser Kontaktformular.

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Stand der kantonalen Umsetzung

Wann und in welchem Umfang die MuKEn 2014 umgesetzt werden, ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich. Währenddem beispielsweise im Kanton Waadt die Vorschriften bereits seit Anfang 2017 umgesetzt sind, steht die Umsetzung zum Beispiel in Basel-Stadt unmittelbar bevor. Andere Kantone befinden sich noch in der Gesetzgebungsphase oder warten noch zu.

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